Lebensraumaufwertungen

Hase, Feldlerche und Co. brauchen unsere Unterstützung

Hase, Feldlerche und Co. brauchen unsere Unterstützung

In vielen Gebieten im Kanton werden seit einigen Jahren kaum noch einen Hasen gesehen. Ein erstes Projekt der Stiftung Wildtiere Aargau zur Hasenförderung im Seetal ist leider gescheitert.
Die Gründe des Rückgangs der Hasenbestände sind vielfältig: Veränderungen in der Landwirtschaft, Pestizide, Siedlungsdruck ländlicher Agglomerationen, Ausbau des Verkehrsnetzes und verändertes Freizeitverhalten der Bevölkerung (u.a. Hundehaltung).
Die Stiftung Wildtiere hat, nicht zuletzt mit den im Seetal gewonnenen Erfahrungen, die Förderungsschwerpunkte erweitert. Zusammen mit dem Partner apiaster.ch finanzieren und begleiten wir Vernetzungsprojekte, immer mit dem Focus, zusammen mit der Landwirtschaft mit Aufwertungsmassnahmen das Biodiversitätspotential verschiedener Landschaftstypen auszuschöpfen.

Mit Philipp Schuppli und seinem Team von apiaster engagieren wir bei verschiedensten Projekten. Details zu den aktuellen Projekten finden Sie weiter unten.

 

Hecken, Weiher und mehr

Verschiedene Umsetzungen unserer Stiftung Wildtiere Aargau zusammen mit apiaster sind am Laufen. Profitieren können davon zum Beispiel der Neuntöter, der Feldhase und die bedrohte Geburtshelferkröte – auch Glögglifrosch genannt - wird von neuen Weihern und zahlreichen Grossstrukturen als Winterversteck profitieren.

Wir werden dabei unterstützt durch die Sektion Jagd- und Fischerei, des Kantons Aargau.

 

Rainer Klöti, Vizepräsident Projektkoordinator

Zusammenarbeit

Projekte mit apiaster

Die Stiftung Wildtiere Aargau setzt sich für den Erhalt der Artenvielfalt, die Förderung gesunder Wildtierbestände und die Schaffung naturnaher, vernetzter Lebensräume im Kanton Aargau ein.

Aus dieser Haltung heraus arbeiten wir mit der Firma apiaster GmbH zusammen. apiaster plant und begleitet Projekte in den Bereichen naturnahe Landschaftsentwicklung, Klimaanpassung, Natur im Siedlungsraum und gezielter Artenschutz. Gemeinsam fördern wir Lebensräume für einheimische Wildtiere, insbesondere Amphibien, Reptilien, Vögel und Insekten.

 

Projekte in unserem Auftrag

Amphibienvernetzung Habsburger Wald

Im Habsburger Wald schaffen apiaster, die Stiftung Wildtiere Aargau und der Forstbetrieb Birretholz neue Lebensräume für Amphibien. Durch Laichgewässer und die gezielte Vernetzung bestehender Lebensräume entstehen wertvolle Feuchtstellen – nicht nur für Amphibien, sondern auch für zahlreiche weitere Tierarten.

 

Sanierung und Vernetzung Amphibienlaichgebiet Büselweiher

Der Büselweiher in Scherz ist ein wertvoller Naturraum und ein beliebter Ort zum Beobachten und Verweilen. Damit dieses Amphibienlaichgebiet auch künftig seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet, wird es behutsam saniert und ökologisch aufgewertet.

 

Lebensraum Jura – Hecken und Weiher

Erste Umsetzungen des Projekts Lebensraum Jura im Auftrag unserer Stiftung Wildtiere Aargau sind bereits am Laufen. Neuntöter, Feldhase und Co. werden sich über mehr als 100 Meter Hecken freuen und die bedrohte Geburtshelferkröte – auch Glögglifrosch genannt - wird von vier neuen Weihern und zahlreichen Grossstrukturen als Winterversteck profitieren.

 

Stock 18, Auenstein

Im Rebberg Stock 18 in Auenstein wird Rebbau im Einklang mit der Natur gefördert. Der südexponierte Hang bietet ideale Bedingungen für Amphibien, Reptilien, Insekten und Vögel.

Durch Heckenpflanzungen, Steinlinsen, Blühflächen und neue Buschgruppen entstehen vielfältige Lebensräume. Davon profitieren unter anderem Neuntöter, Wendehals sowie weitere wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten.

 

Von der Stiftung unterstützte Projekte

Amphibienlaichgewässer im Sudel, Gontenschwil

In vielen strukturarmen Landschaften im Kanton Aargau steht die Artenvielfalt unter Druck. Entwässerung, intensive Landwirtschaft und der Verlust von Kleinstrukturen haben wertvolle Lebensräume verdrängt.

Zusammen mit dem Kanton Aargau, Bewirtschaftenden und Grundeigentümerschaften schafft apiaster mit Unterstützung der Stiftung Wildtiere Aargau neue Amphibienlaichgewässer und wertet bestehende Lebensräume ökologisch auf.

 

Lebendiges Ägelmoos

Zusammen mit diversen Grundeigentümern, der Gemeinde Beinwil am See, dem Kanton und den Stiftungen Kultur und Landschaft Aare Seetal und Stiftung Wildtiere Aargau wird ein Stück Hallwilerseelandschaft renaturiert.  Das Ägelmoos mit seiner breiten Vielfalt an Lebensräumen und seltenen Arten wird aufgewertet. Besonders im Fokus stehen die vielen Trockenmauern, das Seeufer, ein kleiner Bach und zahlreiche Hecken.

 

 

Jungtierrettung

Rettet die jungen Wildtiere

 

Jungtierrettung: Ein Erfolgsprojekt

Jedes Frühjahr engagieren sich rund 1'000 Aargauer Jägerinnen, Jäger und Landwirte für die Aktion «Rettet die jungen Wildtiere» – eines der grössten Naturschutzprojekte im Kanton Aargau. Ziel ist es, Jungtiere wie Rehkitze sowie bodenbrütende Vögel während der Aufzucht- und Mähzeit wirksam zu schützen. Die Stiftung Wildtiere Aargau und der Bauernverband Aargau lancieren den Einsatz jährlich gemeinsam. Durch die enge Zusammenarbeit vor Ort, das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden, den Einsatz von Scheuchen, Sensoren und Rehkitzrettern sowie eine angepasste Mähtechnik können viele Tiere rechtzeitig entdeckt und gerettet werden. Das Projekt zeigt, dass landwirtschaftliche Nutzung und Wildtierschutz erfolgreich Hand in Hand gehen können.

2013 gewannen wir mit dem Projekt den Spezialpreis Hegepreis von Jagd Schweiz. Unter 10 hochstehenden Naturschutzprojekten wurde unseres für die beispielhafte Hegeleistung mit dem Hegepreis ausgezeichnet. Eine grosse Anerkennung unserer unermüdlichen Arbeit.

 

Unsere langjährigen Projektpartner:

» BVA Bauernverband Aargau

Mehr zum Projekt: Unsere Mikropage zu Rettet die jungen Wildtiere

 

Drohnenprojekt

Drohnenprojekt

Mit Drohnen junge Wildtiere retten.

Die Stiftung Wildtiere Aargau engagiert sich seit 2010 für die Rettung junger Wildtiere und setzt dabei neben bewährten Methoden auch auf Drohnen mit Wärmebildtechnik. Seit 2019 stellt die Stiftung Drohnen zu Ausbildungszwecken zur Verfügung und unterstützt Pilotinnen und Piloten finanziell bei der Ausbildung. Insgesamt konnten bereits über 50 Personen unterstützt werden.
Drohnen kommen vor allem bei der Rehkitzrettung zum Einsatz, können aber – ergänzend zu ausgebildeten Hunden – auch bei der Suche nach verletzten Wildtieren oder zur Beurteilung von Wildschäden in Kulturen helfen. Seit 2023 führt die Stiftung zudem jährliche Weiterbildungen durch. Unterstützt werden die Projekte vom Aargauischen Bauernverband.

Für weitere Fragen steht Ihnen unser Projektleiter Andreas Hofstetter (drohnen@stiftungwildtiere.ch) zur Verfügung.

Projektverantwortung: Andreas Hofstetter

Zum Nachlesen: Beispielbereicht über die Rehkitzrettung mit Drohnen in der Aargauer Zeitung 

 

Leinenpflicht

Leinenpflicht

Leinenpflicht. "A de Leine isch er en Feine"
Ein Projekt von Jagd Aargau und dem Kantonalverband Aargauer Kynologen

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Mit der kantonsweiten Aktion von Jagd Aargau und dem Kantonalverband Aargauer Kynologen soll das Verständnis für Fauna und Flora im Wald gestärkt werden. Vom 1. April bis 31. Juli gilt im Kanton Aargau im Wald und am Waldrand eine gesetzliche Leinenpflicht. In dieser Zeit ziehen Vögel, Amphibien, Insekten und wild lebende Säugetiere ihren Nachwuchs auf – die Natur befindet sich in ihrer «Kinderstube».

Freilaufende Hunde, aber auch andere Störungen wie nächtliches Wandern mit Lichtquellen oder Cross Country Biking, können Wildtiere aufschrecken und vertreiben. Das kostet wertvolle Energie und kann Schäden an Tieren und Jungwald verursachen. Deshalb gilt: Rücksicht nehmen, Hunde anleinen und die Natur schützen.

Unsere Partner:

» Jagd Aargau

» Kantonalverband Aargauer Kynologen

 

Zaunprojekt

Zäune

Noch immer gibt es im Kanton Aargau eine grosse Zahl an nicht mehr genutzten Zäunen im Wald oder am Waldrand. Es ist unser Ziel, diese Zäune gemeinsam mit den Bauern zurückzubauen. Es ist eminent wichtig, dass mobile Zäune (z.B. Flexinet) in Waldesnähe nach der Bestossung der Weide wieder abgeräumt werden. Zusammenarbeit von Bauern und Jägern Wir wollen umfassend über die Situation von Zäunen im Wald und am Waldrand berichten. Dort, wo Handlungsbedarf besteht, den Kontakt und die Zusammenarbeit suchen.

Das Regionalfernsehen Tele M1 berichtete am 24. Mai 2022 über unser Projekt:

 Hier gelangen Sie direkt zum Bericht von Tele M1